Problem

Deutschland hat mit das sauberste Trinkwasser der Welt. Obwohl Leitungswasser das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland ist, befinden sich in einem Glas Wasser etwa 10 Millionen Keime!

Das Leitungswasser obliegt einer ständigen Beobachtung und Prüfung. Allerdings nur bis zur Anschlußstelle des Verbrauchers. Die Verantwortung der Wasserversorgungsunternehmen für die Qualität des Trinkwassers endet an den Anschlussleitungen zum Gebäude oder am Wasserzähler. Für den weiteren Weg bis zum Hahn sind Haus- und Wohnungsbesitzer verantwortlich.
Im Wasser können sich neben Legionellen auch E.Coli oder Pseudomonaden und Enterokokken befinden. Gesunden Menschen machen diese Keime im Trinkwasser in der Regel wenig aus. Aber Menschen mit einem geschwächtem Immunsystem wie Kranke, Kleinkinder oder auch ältere Personen können anfälliger für Infektionen sein.

Alleine in deutschen Krankenhäusern erkranken etwa jedes Jahr 900.000 Personen an Infektionen und schätzungsweise 40.000 Todesfälle sind zu beklagen (DGKH).
Nach Schätzungen des Kompetenznetzwerkes für ambulant erworbene Pneumonien (Lungenentzündung) (CAPNETZ) geht man in Deutschland von etwa 15.000 bis 30.000 Fällen von Legionärskrankheit pro Jahr aus.
Das statistische Bundesamt schätzt die Zahl der Menschen, die an Lungenentzündungen sterben, auf jährlich bis zu 20.000. Es werden etwa 1.300 Todesfälle durch die Legionärskrankheit vermutet und ca. 10.000 Erkrankungen an schwerer Legionellose im Jahr.

Wenn Leitungswasser über einen langen Zeitraum nicht fließt, kann es verkeimen. Bei längeren Stagnationszeiten können in der Leitung Pilze und Bakterien wachsen. Auch Biofilme in den Rohrleitungen können sich bilden.

Das Umweltbundesamt warnt vor so genanntem Stagnationswasser. Dabei handelt es sich um Leitungswasser, das länger als vier Stunden in den Rohren gestanden hat. Dieses Stagnationswasser sollte weder getrunken noch zum Kochen verwendet werden. Nur zum Blumen gießen ist es noch geeignet.

Stagniert Wasser in der Leitung, kann es aus den Leitungsrohren freigesetzte Partikel und Korrosionsprodukte aufnehmen. Dadurch kann sich unter Umständen innerhalb weniger Stunden die Qualität des Leitungswassers erheblich verschlechtern. Das Leitungswasser sollte zunächst einige Zeit laufen, ehe es als Lebensmittel verwendet wird. Frisches Leitungswasser erkennt der Verbraucher daran, dass es die Leitung merklich kühler verlässt als das Stagnationswasser.

Weltweit jedoch sind die Infrastrukturen für sauberes Trinkwasser ein große Herausforderung oder einfach nicht vorhanden.
Mehr als 2 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugriff auf sauberes Trinkwasser. (Quelle: heute Journal vom 02.09.2018; Weltwasserwoche Stockholm)
Durch verschmutztes Trinkwasser sterben weltweit jährlich etwa 3,5 Millionen Menschen. An Durchfallerkrankungen sterben ca. 1.800 Kinder unter fünf Jahren täglich.

In Ländern mit mangelhafter Trinkwasseraufbereitung sind auch wir, Menschen aus hoch entwickelten Industrieländern, als Touristen häufig Opfer von Keimen im Trinkwasser. Die Reisediarrhoe (Reisedurchfall) ist die häufigste Gesundheitsstörung von Reisenden, die sich in subtropische oder tropische Regionen mit niedrigen Hygienestandards begeben. Zwischen 30 und 50 Prozent aller Reisenden in Entwicklungsgebieten Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas sowie auch Teilen Osteuropas sind irgendwann im Laufe ihres Aufenthalts davon betroffen.

Auch die anfallenden Kosten sind durch mangelhaftes Trinkwasser erheblich. Weltweit verursacht die Wasserunsicherheit der globalen Wirtschaft geschätzte Gesamtkosten in Höhe von jährlich 500 Milliarden US-Dollar.

Ein weiteres, sich stark aufbauendes Problem ist, dass ungefähr 90 Prozent des weltweiten Abwassers unbehandelt in die Umwelt bzw. offene Gewässer gelangen. Dadurch erreichen auch Schadstoffe über die Zeit das Grundwasser.
Dann wird eine einfache Entkeimung zur Trinkwasseraufbereitung nicht mehr genügen! Zukünftig wird das Einsatzgebiet mit dem von der luxBiota entwickeltem Oxidationsreaktor lux-365-Oxi sich von der Aufbereitung der Mikroschadstoffe in Industrieabwässern auf die Entfernung von Mikroschadstoffen aus dem Trinkwasser erweitern.

Verwendung von Cookies
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. (OK)